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Brickmark erwirbt Gewerbeimmobilie in Zürich von der RFR

Brickmark realisiert die weltweit größte Immobilientransaktion mit Kaufpreiszahlung durch Token. Rund 20 Prozent des mehr als 119 Millionen Euro Gesamtvolumens werden durch Brickmark Token gedeckt.

bahnhofstraße 52 by brickmark
20 Prozent des Kaufpreises in Höhe von 130 Millionen Schweizer Franken für das Gebäude Bahnhofstraße 52 in Zürich wurden in Brickmark Tokens im Wert von je 80 Euro-Cent bezahlt. Bild: Brickmark

Die Brickmark AG realisiert mit dem Kauf einer hochwertigen Top-Gewerbeimmobilie auf der Züricher Bahnhofstrasse die bisher weltweit größte Tokenisierung von Immobilien. Das Transaktionsvolumen beläuft sich auf mehr als 119 Millionen Euro. Die Transaktion erfolgt im Rahmen eines Share Deals: Brickmark erwirbt zunächst 80 Prozent der Anteile an der Bahnhofstrasse AG mit einer Option zum Kauf der restlichen 20 Prozent innerhalb von neun Monaten. Verkäufer des Objekts ist der internationale Immobilieninvestor RFR Holding GmbH („RFR“). Rund 20 Prozent des Kaufpreises soll in Brickmark-Token gezahlt werden - die allerdings bisher noch in Vorbereitung sind.

„Wir erschließen für die Immobilienindustrie Neuland, denn eine auch nur annähernd so große Immobilientransaktion auf Token-Basis gab es noch nicht. Wir setzen um, was in der Immobilienindustrie bislang allenfalls als Konzept existierte. Auch deshalb war es uns wichtig, dass Immobilie und Transaktionspartner gleichermaßen von höchster Qualität und Reputation sind“, beschreibt Stephan Rind, CEO von Brickmark.

Immobilie in bester Lage der Bahnhofstrasse – Erweiterung der Flächen geplant
Die von Brickmark erworbene Immobilie ist in der Bahnhofstrasse 52 in Zürich gelegen und damit im Herzen des Hauptgeschäftsviertels. Das Objekt hat eine vermietbare Fläche von rund 1.600 Quadratmetern, die derzeit vornehmlich für Büros genutzt wird, lediglich rund 15 Prozent der Erdgeschoss-Ebene sind aktuell Einzelhandelsflächen. Durch die intelligente Umgestaltung einzelner Objektbereiche sollen die Einzelhandelsflächen – bei Beibehaltung der Bürokapazitäten – etwa versechsfacht und so die jährlichen Mieteinnahmen mehr als verdoppelt werden. Der behördliche Genehmigungsprozess wird unmittelbar eingeleitet, planmäßig sollen die Baumassnahmen in rund 24 Monaten abgeschlossen sein.

Auftakt für weiteres Wachstum
Mit dem Abschluss des Erwerbs der Bahnhofstrasse 52 wird Brickmark eine Finanzierungsrunde bei internationalen Investoren von mehr als 50 Millionen Euro finalisieren. Brickmark sieht das Signing der aktuellen Immobilientransaktion als Startschuss für den Aufbau eines großvolumigen internationalen Immobilienportfolios. Dabei bilden hochwertige Gewerbeimmobilien und entsprechende Portfolios mit Value Add Charakter in ausgesuchten Metropolen in Europa und Nordamerika den Investmentfokus. Aktuell hat Westmark drei konkrete, mögliche Kaufobjekte in der Deal-Pipeline. "Wahrscheinlich wird unsere nächste Aquisition in Deutschland stattfinden. In München und Berlin prüfen wir Objekte mit ähnlichen Lage- und Mieterqualitäten wie die Immobilie in der Bahnhofstraße Zürich", erkärt Rind in einer Pressekonferenz.

Als bevorzugtes Finanzierungsinstrument plant Brickmark eigene Token einzusetzen. "Hier gibt es aber noch viel Aufklärungsbedarf auf Seiten der Verkäufer", so der Brickmark-CEO. "Aufgeschlossen zeigen sich etwa einige Family Offices." Die Brickmark Token setzen auf der Ethereum Blockchain basierend auf dem ERC-20 Protokoll auf und nutzen Smart Contracts, um detaillierte Rechte und Ansprüche der Token-Holder verbindlich festzulegen. Dazu zählen klar definierte Ansprüche der Token-Holder auf regelmäßige Zahlungen aus Mieteinnahmen und die Beteiligung am Wertzuwachs des Portfolios. Damit fungieren die Tokens als eine Art digitales Wertpapier, das den Eigentümer finanziell am Erfolg oder auch Misserfolg des Brickmark-Portfolio teilhaben lässt. Brickmark plant den Token-Eigentümern auch Wahlrechte bezüglich eines Managementmitglieds und bei der Liquidierung der Assets einzuräumen.

Derzeit prüft Brickmark noch unter welcher Jurisdiktion (Schweiz, Lichtenstein, Luxemburg oder Deutschland) die Tokens an den Start gehen sollen. In diesem Zusammenhang gelten dann auch Genehmigungspflichten durch die Finanzaufsicht und Prospektpflichten. Anschließend ist der Handel der Tokens an einem regulierten Marktplatz vorgesehen. "Davon gibt es allerdings derzeit noch nicht viele", schränkt Rind ein. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel die Börse Stuttgart, die bereits eine Digital Exchange Plattform bietet.

Hohe Transparenzstandards
Brickmark ist Mitglied in der EPRA (EPRA = European Public Real Estate Association) , welche die führenden Immobilien-Investment-Gesellschaften auf dem europäischen Kontinent repräsentiert. Entsprechend weist Brickmark einschlägige EPRA-Kennzahlen ergänzend zur Bilanzierung nach internationalen Rechnungslegungsstandards aus und befolgt einen Governance-Kodex entsprechend der globalen Standards institutioneller Investoren.

15.01.2020