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Berlin: Richtfest für erste "Flachmannüberbauung" der Trei

Insgesamt werden 240 Wohnungen, ein Supermarkt sowie 70 Tiefgaragenstellplätze realisiert.

Der neue sechsgeschossige Rohbau an der Pappelallee in Berlin-Prenzlauer Berg ist nahezu fertig. Die Trei Real Estate (Trei), Projektentwickler und Bestandshalter für Wohn- und Einzelhandelsimmobilien, feierte am gestrigen Donnerstag gemeinsam mit den beteiligten Planern und Projektpartnern Richtfest für ihre erste Flachmannüberbauung in Berlin. An der Pappelallee – in zentraler Lage im Prenzlauer Berg – realisiert die Immobiliengesellschaft der Unternehmensgruppe Tengelmann 240 Wohneinheiten, davon rund 17 Prozent barrierefrei. Der Verbrauchermarkt im Erdgeschoss wird nach Fertigstellung an Rewe vermietet. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf ca. 88 Millionen Euro. Der Entwurf stammt von dem Berliner Architekturbüro J.Mayer.H und Partner, Architekten mbB.

Pepijn Morshuis, CEO der Trei Real Estate, bedankte sich bei den anwesenden Projektbeteiligten für die zuverlässige Arbeit und wies auf die Bedeutung von Nachverdichtungsprojekten in Berlin hin: „Vorher war auf dieser Fläche nur ein Supermarkt. Nach Fertigstellung werden auf der gleichen Grundstücksfläche 240 Neubauwohnungen und ein Supermarkt sowie Einzelhandelsflächen von 2.600 Quadratmetern entstehen. Damit schaffen wir eine deutlich bessere Flächenausnutzung.“ Die Überberbauung von sogenannten Flachmännern leistet einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum in der Hauptstadt.

Ruth Meister, Leiterin Projektentwicklung, sprach über die Herausforderungen bei der Überbauung von Flachmännern. Immerhin müssen zwei verschiedene Nutzungsarten – Wohnen und Handel – in einer Immobilie vereinigt werden: „Ein wichtiges Thema ist beispielsweise der Lärmschutz. Wir mussten hier eine Lösung für die Anlieferung des Supermarktes finden. Durch die Einhausung der Anlieferungsstelle haben wir eine geräuscharme Lösung gefunden.“ Die Parkplätze für den Einzelhandel werden in die Tiefgarage verlegt. Somit kann ein autofreier Innenhof mit Grün- und Spielflächen entstehen. „Für die zukünftigen Mieter und Besucher des Supermarktes werden ingesamt 70 Tiefgaragenstellplätze zu Verfügung stehen“, so Meister weiter.

Jürgen Mayer H., vom Architekturbüro J.Mayer.H und Partner, Architekten mbB, erläutert: „Charakteristisch für das Gebäude ist die wellenartige Fassadengestaltung mit ihren runden Balkonen und bodentiefen Fenstern. Die kompakte Anordnung der Baukörper fügt sich in die Stadtstruktur harmonisch ein und ermöglicht trotz großzügiger Belichtung der Innenzonen eine hohe bauliche Dichte. Die Dachflächen werden begrünt und wurden so geplant, dass sie größtenteils von den Mietern genutzt werden können. Somit werden trotz hoher Bebauungsdichte großzügige Freiflächen geschaffen.“

Die Pappelallee ist nur eines von mehreren Projekten der Trei in Berlin, in deren Rahmen eingeschossige Einzelhandelsimmobilien durch Neubauten ersetzt werden. In den nächsten Jahren werden weitere Wohn- und Geschäftshäuser in der Fürstenberger Straße und der Winsstraße / Ecke Marienburger Straße entstehen. Für ein weiteres Projekt in der Köpenicker Straße läuft derzeit ein B-Planverfahren. Insgesamt investiert das Unternehmen in Berlin rund 250 Millionen Euro in die Realisierung von rund 750 Mietwohnungen und 8.000 Quadratmetern Einzelhandelsflächen.

13.12.2019