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Berlin: Mixed-Use-Objekt in Schöneberg geplant

Rockstone plant mit einem Berliner Wohnbestandshalter das gemischt genutzte Gebäudeensemble "Barbarossadreieck" in der Martin-Luther-Straße im Ortsteil Schöneberg.

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So soll das "Barbarossadreieck" aussehen. (Bild: DGI Bauwerk Gesellschaft von Architekten)

Der Immobilienentwickler Rockstone Real Estate und der Berliner Wohnbestandshalter Kotek Semel planen mit dem „Barbarossadreieck“ ein gemischt genutztes Gebäudeensemble in der Martin-Luther-Straße 48-50. Der Entwurf der Initiatoren sieht auf dem Grundstück zwischen Barbarossastraße, Martin-Luther-Straße und Speyerer Straße zusätzliche Mietwohnungen, ein gestaffeltes Bürogebäude und kleinere Gewerbeeinheiten vor. Das Projekt soll die derzeitige städtebauliche Lücke schließen und mit der Nutzungsmischung einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung des Quartiers leisten. Derzeit wird im Rahmen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans das Planungsrecht für das Vorhaben vorbereitet. Letzter Verfahrensschritt war die öffentliche Auslegung, die zurzeit ausgewertet wird.

Auffälligstes Merkmal des Entwurfs der Baumaßnahme ist die städtebauliche Betonung durch das unterschiedlich gestaffelte, bis zu zwölf Stockwerke hohe Gebäude an der nördlichen Spitze des dreieckigen Grundstückes. Außerdem ist das Gebäude so konzeptioniert, dass ein Teil der Gebäudefront von Pflanzen bewachsen werden kann. Für die Außenflächen ist zusätzlich eine umfangreiche Begrünung vorgesehen. Florian Sakowski, Geschäftsführer und Partner von Rockstone, sagt: „Mit unserem Entwurf tragen wir dazu bei, ein lebendiges Stadtquartier zu erschaffen. Das Konzept setzt auf eine urbane und zukunftsweisende Nutzungsmischung, die durch viel Grün und neue Mobilitätsangebote ergänzt wird. Unser Konzept wird diesem außergewöhnlichen Standort gerecht und kann das innerstädtische Zusammenleben weiter fördern. Für das architektonische Gesamtkonzept haben wir unter anderem in der Bezirksverordnetenversammlung viel Zuspruch erfahren.”

Das Konzept sieht 22 neue Mietwohnungen mit zusammen etwa 1.600 Quadratmetern Mietfläche vor. Diese sollen 42 Bestandswohnungen ergänzen, sodass das Grundstück künftig 64 Mietwohnungen umfassen könnte. Die vorhandene Ladenfläche könnte um 635 Quadratmeter auf rund 1.000 Quadratmeter Mietfläche anwachsen. Ein Bürogebäude mit rund 6.000 Quadratmetern Mietfläche soll mit flexiblen Flächenzuschnitten Unternehmen unterschiedlicher Größe ansprechen. Auch eine hauseigene Tiefgarage ist vorgesehen. Das eigens für das Objekt entwickelte Mobilitätskonzept enthält zukunftsgerichtete Mobilitätslösungen. Der Entwurf sieht hierfür öffentliche Stellplätze für Lastenfahrräder sowie Ladestationen für Elektrofahrräder und Elektroautos vor. „Die Nutzungsmischung aus Wohnen, Büro und kleinteiligem Gewerbe bietet ideale Ausgangsvoraussetzungen für eine nachhaltige und moderne Quartiersentwicklung. Mit der Caritas haben wir einen langfristigen und nachhaltigen Partner gewonnen, der ein soziales Angebot im Quartier schaffen kann und sogar bereits im Bestandsgebäude eine Beratungsstelle einrichten möchte“, ergänzt Florian Sakowski.

28.07.2020