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Berlin ist Big Player des Coworkings in Deutschland

Die Berlin Hyp hat in Kooperation mit Studenten der Irebs die Kurzstudie "Coworking kompakt - Überblick und Trends" veröffentlicht.

Berlin gilt als Start-up-Metropole und damit auch als Big Player des Coworkings in Deutschland. Nirgendwo ist der TakeUp von Coworking-Büroflächen so groß wie in Berlin. 84.400 Quadratmeter wurden 2018 in der Bundeshauptstadt umgesetzt. Bedeutendste Teilmärkte Berlins sind Mitte und Kreuzberg/Tempelhof. Coworking findet also dort statt, wo Berlin am lebendigsten ist.

Von den Studenten befragt wurden 66 Personen im Alter zwischen 19 bis 30 Jahren. Das Umfrageergebnis zeigt deutlich, wie sich die Befragten den Arbeitsplatz der Zukunft vorstellen bzw. wünschen. 47 Prozent der Befragten bevorzugen flexible Arbeitszeiten anstelle eines klassischen Nine-to-Five-Jobs. Die überwiegende Anzahl der Umfrageteilnehmer legt mit 78,8 Prozent einen hohen bis sehr hohen Wert auf eine gute Service-Infrastruktur und schätzt mit 72,7 Prozent Verpflegungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung.

Auffällig ist, dass die Mehrheit der Befragten (40,9 Prozent) die Interaktion mit branchenfremden Experten als neutral bewertet. Anscheinend ist der branchenübergreifende Austausch eher ein nettes "Add on" als ein "must have". Ebenfalls bemerkenswert ist der Wunsch nach einem festen Arbeitsplatz, für den sich 76 Prozent der Umfrageteilnehmer aussprechen.

Steigende Umsatzzahlen und das wachsende Interesse zeigen, dass Coworking mehr als eine Eintagsfliege ist. Eine neue Assetklasse, die die Transformation von einer klassischen Büroimmobilie in eine Managementimmobilie vollzieht, entsteht. Erfolgreich kann dies jedoch nur sein, wenn den Bedürfnissen der Nutzer und den Managementimmobilien
immanenten Risiken Rechnung getragen wird.

12.06.2019