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Berlin Hyp: Erster Jumbo-Pfandbrief seit sechs Jahren

Mit der gestrigen Emission trat die Berlin Hyp als erster Emittent nach der Sommerpause an den Primärmarkt heran.

Die dritte Pfandbriefemission der Berlin Hyp in diesem Jahr wurde deutlich im negativen Bereich gepreist - die kurze Laufzeit von drei Jahren traf jedoch auf eine so große Nachfrage, dass die Bank ihren ersten Jumbo- Pfandbrief seit 2013 emittieren konnte.

Die dreijährige Anleihe mit einem Volumen von einer Milliarde Euro trägt einen Zinskupon von 0,01 Prozent und wird von der Ratingagentur Moody's mit Aaa eingestuft. Mit -0,588 Prozent weist der Pfandbrief die niedrigste Emissionsrendite aller Zeiten im Covered Bond Markt aus.

Am Dienstagmorgen um 8.58 Uhr öffneten die von der Berlin Hyp mandatierten Syndikatsbanken Bayern LB, Commerzbank, Credit Agricole CIB, J.P. Morgan und Unicredit mit einer Spread-Guidance von Mid-Swap flat bis -2 Basispunkten, sowie der Ankündigung in diesem Bereich final zu preisen, die Orderbücher. In kurzer Zeit konnten bereits Orders von über einer Milliarde Euro eingesammelt werden, sodass der Preis um 10.15 Uhr bei Mid-Swap -2 Basispunkten fixiert wurde. Nachdem das Anleihevolumen eine halbe Stunde später auf eine Milliarde Euro festgelegt wurde, schloss das Orderbuch um 11.00 Uhr mit insgesamt 38 Orders über 1,15 Milliarden Euro.

Wie bereits bei der letzten Emission vom Juli 2019, einem achtjährigen Grünen Pfandbrief, konnte mit 59 Prozent mehr als die Hälfte der Anleihe im Ausland platziert werden. Hier zeigten insbesondere Anleger aus Skandinavien mit einem Anteil von 40 Prozent großes Interesse. Schweizer und französische Investoren orderten jeweils rund sechs Prozent. Trotz der negativen Rendite wurden 13 Prozent der Anleihe bei Fonds platziert. Der Großteil ging jedoch mit 61 Prozent an Banken sowie 26 Prozent an Zentralbanken und öffentliche Institutionen. Sparkassen und Verbundunternehmen zeichneten knapp acht Prozent der Emission.

„Über die Sommerpause hat sich das Zinsumfeld in der Eurozone noch einmal deutlich verschärft, sodass sich nun der wesentliche Teil der Swapkurve im Minus befindet. Trotz der klar negativen Rendite bot die Anleihe Investoren aufgrund der zuletzt wenig angebotenen kurzen Laufzeit und aus Relative-Value Aspekten einen Mehrwert“, so Gero Bergmann, der im Vorstand der Berlin Hyp das Kapitalmarktgeschäft verantwortet. „Es freut uns zu sehen, dass der Pfandbrief auch im 250-sten Jahr seines Bestehens, trotz des so ungewöhnlichen Umfelds, seine Qualität als verlässliches Refinanzierungsinstrument unter Beweis stellen konnte.“

21.08.2019