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101 Wohnungen für Berlin

Die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft hat ein besonderes Neubauvorhaben in Neukölln fertiggestellt.

briesestrasse
Der Neubau in der Briesestraße. (Bild: Stadt und Land)

Die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft hat ein besonderes Neubauvorhaben fertiggestellt: Zwischen Karl-Marx-Straße, Rollberg- und Schillerkiez entstanden 77 moderne Neubauwohnungen, 17 Atelierwohnungen und sieben Gemeinschaftswohnungen im Herzen Neuköllns. Ein begrünter Hof als Mittelpunkt der Anlage soll die Kommunikation zwischen den Bewohnern fördern.

Die 77 neu entstandenen Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen verteilen sich von der ersten bis zur siebten Etage und sind allesamt mit einem Aufzug zu erreichen. 30 Wohnungen wurden mit Fördermitteln des Landes Berlin errichtet. Hier liegen die Einstiegsmieten bei 6,50 Euro pro Quadratmeter netto kalt. Eine Anmietung ist nur mit einem Wohnberechtigungsschein möglich.

Im Erdgeschoss befinden sich 17 Atelierwohnungen (47 bis 100 Quadratmeter), in denen Wohnen und Arbeiten miteinander kombiniert werden kann. Sieben Gemeinschaftswohnungen, die pro Wohnung circa 300 Quadratmeter umfassen, bieten mit ihren großzügigen Gemeinschaftsflächen viel Raum für gemeinsame Aktivitäten und vielfältige Lebensweisen. Das Neubauensemble schließt an ein gründerzeitliches Nachbargebäude an und besteht aus vier Baukörpern. Laubengänge prägen zum Hof hin das Bild.

Mit dem Neubau traf das kommunale Wohnungsunternehmen offenbar genau den Zeitgeist Neuköllns. Eine hohe ästhetische Qualität und die besondere Nutzungsmischung dieses Projekts im Dialog mit den umliegenden städtischen Strukturen überzeugen offensichtlich: „Kaum dass im Februar 2017 das alte Parkhaus, welches vorher an der Stelle stand, abgerissen wurde, fragten die ersten Interessierten an. Mit Veröffentlichung der Interessentenregistrierung kurz vor Vermietungsstart explodierten die Posteingänge förmlich“, so Bernhard Schütze, Leiter des Bestandsmanagements der Stadt und Land.

Grundlage der Bebauung war ein Entwurf von EM2N Architekten, die einen von der Stadt und Land im Jahr 2015 ausgelobten und von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen koordinierten und durchgeführten Wettbewerb „Urban Living – Neues Wohnen an der Briesestraße“ für sich entschieden hatten. Der Entwurf betont die Herausbildung und Weiterentwicklung von Gemeinschaft und sozialer Kommunikation.

Zur Kienitzer Straße entstand ein kleiner Stadtplatz, der zwischen dem Grünzug der Lessinghöhe und dem urbanen Ensemble vermittelt. In der nahen Umgebung des Neubauobjekts befinden sich Restaurants, Cafés, Apotheken, Kitas und Einkaufsmöglichkeiten. Zum Verweilen in der Natur laden neben dem Körnerpark, die Thomashöhe und das nahegelegene Tempelhofer Feld ein.

31.03.2020