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„Alte Bahndirektion“ in Stuttgart: Noch zwei Entwürfe im Rennen

Preisgericht des Wettbewerbs für die zukünftige Planung der „Alten Bahndirektion“ in Stuttgart vergibt zwei zweite Plätze: KSP Jürgen Engel Architekten und Wick + Partner Architekten Stadtplaner.

Insgesamt sechs Stadtplanungs- und Architekturbüros haben im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs Ideen für die städtebauliche Neugestaltung des Areals rund um die denkmalgeschützte „Alte Bahndirektion“ im Herzen Stuttgarts erarbeitet. Bei der abschließenden Sitzung des Preisgerichts am 28. Februar 2018 hat das Preisgericht unter Vorsitz des Architekten und Stadtplaners Wolfgang Riehle zwei zweite Plätze an KSP Jürgen Engel Architekten (Frankfurt) und Wick + Partner Architekten Stadtplaner (Stuttgart) verliehen. Beide haben nun die Chance zu einer weiteren Überarbeitung ihrer Entwürfe.

Die P+B Gruppe hatte erst kürzlich das Kerngebiet des Wettbewerbs – ein rund 13.400 Quadratmeter großes Grundstück zwischen der Kriegsberg-, Jäger-, Ossietzky- und Heilbronner Straße – von den beiden Joint-Venture-Partnern W2 Development und Competo Capital Partners erworben. Von der W2 Developement GmbH waren im Vorfeld Verfahrensschritte zur städtebaulichen Entwicklung des Areals initiiert worden, die sie nun auch nach dem Eigentümerwechsel in Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart zum Abschluss bringen wird. Grundsätzlich möglich sind auf dem Areal Gewerbenutzungen, Wohnen und Hotellerie.

Das Plangebiet des Wettbewerbs umfasste im sogenannten Vertiefungsbereich zum einen die neu erworbenen Flächen der P+B Gruppe mit insgesamt knapp 13.400 Quadratmeter Fläche im östlichen Teil und zum anderen rund 8.340 Quadratmeter Fläche im westlichen Teil, die im Besitz der Stadt und eines privaten Eigentümers sind. Darüber hinaus war die Fläche nördlich der Jägerstraße mit 12.778 Quadratmeter Fläche als Ideenteil ausgelobt.

Baugenehmigung bis Anfang 2020
Das Grundstück der P+B Gruppe im Herzen des Vertiefungsbereichs des Wettbewerbs wird derzeit – ebenso wie die benachbarten Areale – noch von der Deutschen Bahn AG für die Arbeiten am Nordkopf des Stuttgart-21-Projekts in Beschlag genommen. Ziel der P+B Gruppe ist es, bis zur Rückgabe eine oder mehrere Baugenehmigungen zu erwirken. Auf Basis des finalen Wettbewerbsergebnisses wird im nächsten Schritt ein neuer Bebauungsplan gefertigt, der bereits 2017 mit dem Aufstellungsbeschluss auf den Weg gebracht worden war.
 
Die P+B Gruppe ist ein bankenunabhängiger Bauträger und blickt bereits auf langjährige Erfahrung am Stuttgarter Markt zurück. Insgesamt hat P+B derzeit Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 700 Millionen Euro in Planung. Die Gruppe ist vor allem in Baden-Württemberg und dem Rhein-Main-Gebiet (Hessen) aktiv .

05.03.2018

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