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Aktuelle Zahlen zu Europas Büroimmobilienmärkten

Europäische Büroimmobilienmärkte unbeeindruckt von Risiken. Mietwachstum deutlich über Fünf-Jahres-Schnitt möglich, Leerstände so niedrig wie zuletzt 2002. Die wichtigsten Ergebnisse der JLL Büroimmobilienuhr.

Europas Büroimmobilienmärkte zeigen sich robust und proftierten im ersten Halbjahr noch einmal vom starken Wachstum. Laut der Immobilienuhr von JLL lässt sich die Entwicklung in Europa im ersten Halbjahr 2018 wie folgt zusammenfassen:

  • Europäischer Büro-Mietpreisindex im zweiten Quartal gegenüber den vorangegangenen drei Monaten um 0,7 Prozent gestiegen.
  • 3,4 Prozent Mietpreiswachstum im Gesamtjahr möglich (über Fünf-Jahresschnitt (2,8 Prozent))
  • Umsatzstärkstes zweites Quartal aller Zeiten
  • Halbjahresvolumen von 6,5 Millionen Quadratmetern (plus sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr)
  • Europäische Büro-Leerstandsquote ist im zweiten Quartal 2018 auf 6,7 Prozent gesunken – der niedrigste Stand seit 2002.

Europäische Büroimmobilienmärkte unbeeindruckt von den vieldimensionalen Risiken (Quelle: JLL)
Europäische Büroimmobilienmärkte unbeeindruckt von den vieldimensionalen Risiken (Quelle: JLL)

Beim Vermietungsvolumen in den deutschen Big 7 sieht JLL derzeit eine Zwangspause. Auch wenn im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr in Berlin, Frankfurt und Hamburg Einbußen zu notieren waren, für das gesamte Halbjahr konnte in den Big7 ein Umsatzvolumen registriert werden, das sich mit 1,83 Millionen Quadratmeter auf einem nahezu identischen Niveau mit dem Vorjahr bewegte.

Die fundamentalen Arbeitsmarktdaten sind nach wie vor intakt und ungeachtet der politischen Turbulenzen und der konjunkturellen Volatilitäten suchen die Unternehmen nach wie vor händeringend nach Fachpersonal. Diese Suche ist nicht immer von Erfolg gekrönt. So bleiben laut JLL manche Expansionspläne in der Schublade und in der Folge wird ein möglicher Umzug aufgeschoben. Und selbst wenn ein Umzug anvisiert und geplant ist, lässt sich dieser angesichts des weiter voranschreitenden Mangels an geeigneten Büroflächen nicht immer realisieren.

Auf Basis der weiter dynamischen europaweiten Nachfrage nach Büroflächen erwartet JLL für die europäischen Märkte 2018 einen Umsatz von 13,2 Millionen Quadratmetern: zwar immer noch unter dem Rekord-Ergebnis von 2017 (13,7), aber 13 Prozent über dem Fünf-Jahresschnitt, 18 Prozent über dem Zehn-Jahresschnitt.

06.08.2018