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So sieht es im Berliner "Rocket Tower" aus

Auffällig war das ehemalige GSW-Hochhaus in Berlin schon immer. Mittlerweile heißt der Nutzer Rocket Internet. Und der hat das Gebäude im Innern gründlich umgebaut. Ein Rundgang durch die neu gestalteten Räume im "Rocket Tower".

Die ehemalige GSW-Zentrale in Kreuzberg heißt heute
Die ehemalige GSW-Zentrale in Kreuzberg heißt heute "Rocket Tower" (Foto: GSW)

Seit 2014 nutzt Rocket Internet das ehemalige GSW-Hochhaus in Berlin als Zentrale. Erst im März wurde bekannt, dass der ehemalige Eigentümer - ein von JP Morgan gemangter Fonds - den heute als "Rocket Tower" vermarkteten Bau verkauft hat. Neuer Eigentümer ist ein Fonds von Amundi Real Estate .

Das ehemalige GSW-Hochhaus hat eine Gesamtmietfläche von rund 28 200 Quadratmetern, die größtenteils von der Beteiligungsfirma der Samwer-Brüder genutzt werden - laut Tagesspiegel für 17 Euro pro Quadratmeter. Im vergangenen Jahr fand dann ein umfassender "Facelift" im Innern statt. Und wie es sich für eine Internetfirma gehört, sind die Raumkonzepte eher ungewöhnlich.

Der gesamte Gebäudekomplex besteht aus der 22-geschossigen markanten Hochhausscheibe, einem dreigeschossigen Flachbau und der sogenannten„Pillbox“ , die zwischen 1995 und 1999 nach den Plänenvon Sauerbruch Hutton gebaut wurden. Hinzu kommt der 17-geschossige Turm aus dem Jahr 1961.

Das Design-Büro De Winder hat das Konzept für das neue Flächenlayout und Interior Design für Rocket Internet entwickelt. Für die Sanierung und den Umbau des Komplexes zeichneten Hillig Architekten verantwortlich. Die Grundrisse im Turm wurden komplett neu organisiert und die vorhandene klassische Zellenstruktur aufgelölst. Die Ebenen in der Hochhausscheibe wurden durch Rückbau der partiell vorgefundenen Zellenbüros wieder freigeräumt.

Es gibt offene Flächen zum Austausch, elektrisch höhenverstellbare Sitz-/Stehtischen, akustisch wirksame Paneele, Whiteboards und farbige Lounge-Inseln, Meetingbereiche und jeweils ein Boardroom an der Nordspitze jeder Etage der Scheibe. Für Teammeetings, kleinere Präsentationen oder Workshops wurde im 13. Obergeschoss des Turms zudem ein Auditorium für bis zu 50 Personen integriert. Wohnzimmer, Kaminzimmer, Dachterrasse und der sogannte Beta-Space mit Arbeitsinseln für Start-ups runden das neue Konzept ab.

28.04.2017