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Politik will Immobilien-Crowdinvesting an den Kragen

Die Regierung plant die Regulierung des Crowdinvesting. Besonders hart soll es offenbar die Immobilien-Schwärme treffen.

Dunkle Wolken ziehen auf: Immobilien soll die Regulierung des Crowdinvesting besonders hart treffen (Foto: A. Dreher/pixelio.de)
Dunkle Wolken ziehen auf: Immobilien soll die Regulierung des Crowdinvesting besonders hart treffen (Foto: A. Dreher/pixelio.de)

Die Bundesregierung will Schwarmfinanzierungen stärker regulieren. Besonders streng sollen die Vorgaben für Immobilien-Crowdinvestings zukünftig sein. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht, stünden für Immobilienprojekte ausreichend anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung, so dass eine geplante softe Regulierung nicht für Immobilienprojekte gelten soll.

Das Online-Portal fondsprofessionell.de berichtet, dass die Regierung befürchtet, dass erleichterte Finanzierungen von Immobilien zu Überbewertungen führen, die auf den Grundstücksmärkten Auslöser künftiger Crashs sein könnten. Zudem monieren Verbraucherschützer laut dem Bericht, dass die regulatorischen Ausnahmen der Crowdinvestments zur Umgehung von strengeren Reglements geführt haben. „Die Bundesregierung schlägt vor, auf potenzielle Umgehungsmöglichkeiten und Interessenskonflikte zu reagieren", zitiert fondsprofesionell. Das würde auch Crowd-Plattformen treffen, die für eigene Produkte oder die von verbundenen Unternehmen Kapital einsammeln.

Rund zwei Drittel des Volumens der Schwarmfinanzierungen in Deutschland entfällt bislang auf Immobilienfinanzierungen. Das könnte sich ändern, wenn die Bundesregierung ernst macht.

18.04.2017