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Oberbillwerder: Hamburgs größtes Entwicklungsprojekt nach der Hafencity

Auf der zweitägigen Ideenwerkstatt für das rund 120 Hektar große Stadtentwicklungsprojekt Oberbillwerder in Hamburg wurden Ideen für einen Masterplan entwickelt.

Das Entwicklungsgebiet in Oberbillwerder im Hamburger Südosten aus der Luft (Foto: IBA Hamburg/Falcon Crest)
Das Entwicklungsgebiet in Oberbillwerder im Hamburger Südosten aus der Luft (Foto: IBA Hamburg/Falcon Crest)

Mit rund 120 Hektar Gesamtfläche wird Oberbillwerder nach der Hafencity das zweitgrößte Stadtentwicklungsprojekt der Stadt Hamburg sein: Nördlich der S-Bahnhaltestelle Allermöhe soll ein lebendiger und moderner neuer Stadtteil entstehen. In einer zweitägigen Ideenwerkstatt, veranstaltet von der IBA Hamburg, der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Bergedorf, erarbeiteten internationale Expertinnen und Experten erste Empfehlungen. Bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung wurden diese präsentiert und mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.

Rund 50 Architekten, Stadtplaner und Wissenschaftler widmeten sich dazu in Kleingruppen insgesamt sechs verschiedenen Themengebieten der Quartiersentwicklung:

  • Städtebauliche Dichte und öffentlicher Raum
  • Wohnen und Nachbarschaft
  • Lebendige Vielfalt - Arbeitsstätten, Soziales, Bildung, Kultur, Nachbarschaft
  • Nachhaltigkeit - Energie und Wärmeversorgung, Baumaterialien
  • Mobilität - multimodale Verkehrslösungen
  • Kulturlandschaft, Naturschutz, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft
Insgesamt rund 300 Besucherinnen und Besucher brachten ihre Anregungen ein und diskutierten gemeinsam mit den Experten die erarbeiteten Ideen für Oberbillwerder. Dabei wurde deutlich, dass der im Grünen gelegene Stadtteil einen urbanen Charakter erhalten und Menschen anziehen soll, die neu nach Hamburg kommen oder bereits hier leben. Die Entwicklung von Oberbillwerder soll zudem in enger Vernetzung mit den umliegenden Stadtteilen Neuallermöhe, Lohbrügge und Bergedorf-West erfolgen.

Die Ideen aus den Experten-Workshops und aus der Bürgerbeteiligung fließen nun in den weiteren Planungsprozess und in den Masterplan ein. Dieser soll bis Ende 2018 fertiggestellt werden. Im nächsten Schritt wird das städtebaulich-freiraumplanerische Qualifizierungsverfahren vorbereitet. In der Planung ist ein kooperatives Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit .

20.03.2017