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Immobilieninvestoren lieben Deutschland

Für CBRE ist Deutschland der attraktivste Investmentmarkt in Europa. JLL legt Investment Intensity Survey vor und sieht München unter den Top 3.

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Nur in London investieren Immobilieninvestoren noch lieber als in Berlin (Bild: GIG)

Investoren bewerten Deutschland zum zweiten Jahr in Folge als attraktivsten Immobilieninvestmentmarkt in Europa. Mit 22 Prozent (2016: 17 Prozent) liegt Deutschland damit erneut vor dem Vereinigten Königreich mit 20 Prozent (2016: 15,1 Prozent). Allgemein ist das Interesse der Investoren an Immobilien in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) ungebrochen hoch – etwa 85 Prozent wollen im Jahr 2017 mindestens genauso viel investieren wie 2016, 41 Prozent beabsichtigen sogar, mehr als im Vorjahr zu investieren.

Trend zu Value-add und B-Lagen
Auch die Art des Investments verändert sich: So sinkt das Investoreninteresse an Core-Produkten, wohingegen der Trend in Richtung Value-Add sowie gute Investmentprodukte in B-Lagen und Sekundärmärkten geht. Dies ist ein Ergebnis des „EMEA Investor Intentions Survey 2017“ des Immobilienberatungsunternehmens CBRE .

„Während sich das Anlageverhalten innerhalb der Märkte unterscheidet, spiegelt es – in einem wachsenden wirtschaftlichen Umfeld mit sinkenden Renditen und voraussichtlich steigenden Zinssätzen – den Wunsch nach Vermögenswerten wider, in denen ein aktives Management die Rendite erhöhen kann“, kommentiert Fabian Klein, Head of Investment Germany bei CBRE. „ Investoren favorisieren Deutschland und das Vereinigte Königreich vor allem aufgrund der hohen Liquidität und der Transparenz der beiden Märkte“, ergänzt Jan Linsin, Head of Research Germany bei CBRE.  

Grafik: Die zehn attraktivsten Länder und Städte für Investitionen in der Region EMEA

Die zehn attraktivsten Länder und Städte für Investitionen in der Region EMEA (Quelle: CBRE Research, 2017)
Die zehn attraktivsten Länder und Städte für Investitionen in der Region EMEA (Quelle: CBRE Research, 2017)

London gewinnt an Attraktivität
Bei den Städten ist London weiterhin der attraktivste Investmentstandort in Europa, der auch trotz des anstehenden Brexit weiter zulegen konnte. Gefolgt wird London von Berlin, das den größten Zuwachs in der Gunst der Investoren verzeichnet. Hingegen sind Hamburg, Mailand und München nicht mehr unter den Top-10 vertreten.

Neu in den Top Ten der attraktivsten Städte sind Oslo und Stockholm, was das zunehmende Interesse der Investoren an den nordischen Staaten widerspiegelt. Insgesamt stiegen die nordischen Staaten auf Platz drei der begehrtesten Investmentstandorte in Europa. Ein attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis sorgte in den nordischen Staaten bereits 2016 für ein hohes Investitionsvolumen, das 66 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt lag.

JLL Intensity-Studie: München unter den Top 3 weltweit
Der CBRE-Mitbewerber JLL hat zeitgleich die Ergebnisse seiner "Investment Intensity Survey" vorgelegt. Darin wird das Volumen direkter Immobilieninvestments in 150 Städten im Verhältnis zur ökonomischen Größe der jeweiligen Stadt über einen Zeitraum von drei Jahren gesetzt. Ergebnis: Unter den Top 30 weltweit finden sich mit München, Frankfurt und Berlin drei deutsche Städte.

Die weltweiten Top-12-Standorte für Cross-border investments (Quelle: JLL)
Die weltweiten Top-12-Standorte für Cross-border investments (Quelle: JLL)

Weltweiter Top-Performer ist Oslo, ein zwar kleiner, aber durch robuste Aktivitäten inländischer Investoren auch umsatzstarker Markt. Die norwegische Hauptstadt wird dicht gefolgt von London. Platz drei belegt München, Frankfurt kommt auf Platz sechs und Berlin auf Platz 24. Insgesamt befinden sich unter den Top 30 zwölf europäische Märkte, 14 aus der Region Amerika und vier aus dem asiatisch-pazifischen Raum.

Alternative Assetklassen rücken weiter in den Fokus der Investoren
Laut der CBRE-Untersuchung bleiben Büros 2017 die beliebteste Assetklasse (34,7 Prozent), gleichwohl sich der Vorsprung gegenüber anderen Assetklassen verkleinert. Insbesondere strukturelle Änderungen wie die breite Einbindung des E-Commerce in die Wertschöpfungskette und die Etablierung von Logistikimmobilien als institutionelles Investmentprodukt haben dazu geführt, dass Industrie (25,9 Prozent) und Logistik (21 Prozent) nun die Plätze zwei unter den der beliebtesten Assetklassen erreicht haben. Generell ist ein steigendes Interesse an alternativen Investmentklassen zu beobachten: 71 Prozent der Befragten haben bereits in alternative Assetklassen investiert, während 64 Prozent nach einer Investitionsmöglichkeit darin suchen.

Interesse an Immobilien in EMEA bleibt hoch
„Europa bleibt weltweit für Immobilieninvestoren ein zentrales Ziel, zugleich die wirtschaftlichen Prognosen ein durchweg positives Wachstum vorhersagen. Während die Core-Märkte in Deutschland und Großbritannien die größten Investitionsziele in Europa bleiben, gewinnen die nordischen Staaten sowie CEE eine immer größere Bedeutung in der globalen Investmentstrategie der Investoren. Madrid und Dublin zählen beide zu den zehn attraktivsten Städten in Europa für Investitionsmöglichkeiten. Dies verdeutlicht die Popularität der sich erholenden Märkte in Europa, in denen Investoren Value-Add-Investitionsmöglichkeiten suchen“, erläutert Linsin.

15.03.2017