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Fünf digitale Tools für Immobilienmakler

Die Digitalisierung können Immobilienmakler im Alltag nutzen. Viele Apps erleichtern ihnen die täglichen Aufgaben. Eine kleine Auswahl hilfreicher digitaler Tools für Makler.

Digitale Tools können Immobilienmaklern den Alltag erleichert. (Foto: Matterport)
Digitale Tools können Immobilienmaklern den Alltag erleichert. (Foto: Matterport)

Immobilienmakler und die Digitalisierung: Auf kaum einen anderen Beruf in der Branche hat der Online-Trend eine größere Auswirkung. Manch einer unkt sogar, Makler würden bald gänzlich überflüssig. Daran darf man zweifeln. Keine Frage ist allerdings, dass sich der Berufsalltag der Immobilienmakler durch die digitalen Möglichkeiten grundlegend verändert.

Dabei ist es eine Sache, dass die Wohnungssuche und die Kommunikation mit Interessenten heute online stattfinden. Auch die vielen kleinen und größeren Helferlein im Alltag der Makler werden zunehmend digital. Wir haben eine Auswahl von fünf digitalen Apps und Diensten zusammengestellt, die Immobilienmaklern bei ihren täglichen Aufgaben helfen.

1. Evernote – mehr als ein Notizzettel
Mit der Software für multimediale Merkzettel können Bilder, Sprachaufnahmen sowie getippte oder handschriftliche Notizen zum Beispiel zu einem Objekt gesammelt werden. Dank Synchronisierung stehen Inhalte, die via Smartphone-App vor Ort erzeugt wurden, sofort auch auf dem heimischen Rechner zur Verfügung – und umgekehrt. Alle Notizen können verschlagwortet und durchsucht werden, selbst Texte auf abfotografierten oder eingescannten Dokumenten.

2. Skype, Google Hangouts oder Join.me – Meetings ohne Anwesenheit
Das sind Anbieter von Video-Telefonaten, bei denen auch eine Bildschirmfreigabe möglich ist. Damit lassen sich in Online-Meetings Grundrisse oder komplexe Dokumente bequem gemeinsam am Bildschirm durchgehen, ohne dass die Teilnehmer am gleichen Ort sein müssen. Tipp: Gute Hardware wie große Touchscreen-Bildschirme, eine gute Webcam und eine stabile Internetverbindung sind hilfreich.

3. Box, Dropbox oder Tresorit – einfacher Datenaustausch
Einem Interessenten ein Exposé, 20 Fotos und ein 100 Megabyte -Video zu schicken ist per E-Mail relativ aufwändig oder gar unmöglich. Mit den webbasierten Plattformen zur  Dateiverwaltung reichen wenige Klicks, um einen Ordner mit beliebig vielen Dateien für andere freizuschalten und ihnen einen Download-Link dafür zuzusenden. Neben einfachen Download-Ordnern können auch Austauschordner angelegt werden – etwa für die Zusammenarbeit mit Fotografen oder Projektpartnern.

4. Timum – Termine im Griff
Die App wurde extra zur Terminkoordination für Immobilienmakler entwickelt und steht in verschiedenen Preispaketen zur Verfügung. Das Tool lässt sich in Objekt-Exposes direkt einbinden. Der Makler legt fest, welche Terminfenster er anbietet, die Interessenten „buchen“ online ihren Wunsch-Termin und erhalten eine automatische Erinnerungsmail. Planungsaufwand und No-Shows lassen sich so minimieren. 

5. Measure & Sketch, Magic Plan, My Measures – Aufmaße leicht gemacht
Einfach und schnell lassen sich Maße von Wohnungen in Grundrisse und Fotos der Objekte eintragen. Bei My Measures können zudem Objekt im Raum vermessen werden. Tipp: Magic Plan bietet bei Smartphones mit einem Gyroskopsensor sogar die Möglichkeit, über die Handykamera einen Raum zu vermessen. Dafür dreht man sich einfach in der Mitte des Raums um die eigene Achse und markiert die Ecken des Raumes auf dem Display. Die App zaubert am Ende den Grundriss des Raumes.

Neben diesen kleinen digitalen Helfern, wird aktuell viel über größere „Tools“ für Makler geredet: 3D-Visualisierungen oder -Grundrisse, 360 Grad-Begehungen und Virtual Reality. So nutzt zum Beispiel der Kölner Immobilienmakler Roland Kampmeyer die 3D-Technik des Schweizer Start-ups Archilogic. Mit der Technologie werden schon in der Planungs- und Bauphase die Objekte für Interessenten erlebbar. Das hat allerdings seinen Preis: Eine 3D-Kamera des Herstellers Matterport kostet aktuell etwa 5.000 Euro.

Autoren: Erik Sturm und Markus Gerharz

06.03.2017