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Ein Abend für die Besten

Die besten Projekte, die besten Unternehmen, die besten Köpfe – bei der Preisverleihung des immobilienmanagerAward 2017 gab es viele Gewinner und einige Neuerungen.

Den längsten Applaus des Abends durfte Jan Bettink genießen. Der langjährige Vorstandssprecher der Berlin Hyp hatte im vergangenen Jahr das Ruder der Bank an seinen Nachfolger übergeben. In Köln durfte er sich über den immobilienmanagerAward in der Kategorie Lifetime freuen. Und er sollte nicht der einzige Vertreter einer Bank sein, der mit einer Trophäe die Heimreise antrat. Aber dazu später mehr. Zunächst einmal der Reihe nach.

Die ehemalige Industrie-Immobilie Dock.One in Köln-Mülheim bildete wieder den stimmungsvollen Rahmen für die neunte Ausgabe des immobilienmanagerAward. Für elf der insgesamt 14 Kategorien gab es jeweils drei finale Kandidaten, die auf den begehrten „Immobilien-Oscar“ hoffen durften. Hinzu kamen die drei Preisträger der Kategorien „Kopf des Jahres“, „Lifetime“ und „Stadtentwicklung“, die von der Jury direkt bestimmt wurden.

Den „Suprise Prize“, den bei den bisherigen Award-Verleihungen immer die Redaktion von immobilienmanager vergeben hatte,  gibt es seit diesem Jahr nicht mehr. Er hat Platz gemacht für das „PropTech des Jahres“. Die neue Kategorie soll herausragende Immobilien-Start-ups küren – nicht alleine für eine innovative Idee, sondern für dessen erfolgreiche Umsetzung im Markt. Auch in dieser jüngsten immobilienmanagerAward-Kategorie gab es eine Shortlist.

Hessisches Heimspiel in Köln
Im Laufe des Abends kristallierte sich eine Kategorie immer mehr als scheinbar hessische Domäne heraus: Reckten im vergangenen Jahr noch die Vertreter der Stadt Hanau den immobilienmanagerAward für das beste Stadtentwicklungsprojekt in die Höhe, waren es bei der aktuellen Ausgabe ihre Kollegen der OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft. Die Tochter der Stadtwerke Offenbach entwickelte das ehemals industriell genutzte Hafenareal zu einem qualitativ hochwertigen städtischen Quartier für Wohnen, Arbeiten und Kultur. Für die Stadt Offenbach sowie für den ehemaligen Industriehafen eine enorme Standortaufwertung. Für die Jury ein mehr als würdiger Preisträger beim immobilienmanagerAward 2017.

Eine besondere Auszeichnung ist in jedem Jahr der immobilienmanagerAward für Social Responsibility. In diesem Jahr ging die Trophäe an die Initiative Corporate Governance. Mit ihrem neuen Leitfaden unterstützt sie Immobilienunternehmen bei ihrem sozialen Engagement und zeigt mit Hilfe von Best-Practise-Beispielen wie sie einen positiven gesellschaftlichen Beitrag leisten können. Die Jury lobte die große Strahlkraft für die Immobilienwirtschaft und den Multiplikatoreffekt für das soziale Engagement. Der Leitfaden verbessere die Wahrnehmung der Branche als einer der wichtigsten Player im gesellschaftlichen Kontext.

Alle Sieger des immobilienmanagerAward 2017

Kategorie Preisträger Projekt/Zugehörigkeit
Finanzierung Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) Junghof Plaza, Frankfurt am Main
Investment Commerz Real AG 11 Howard, New York
Kommunikation BACHLER. Neue Werbung & GdW Azubi-Kampagne der Wohnungswirtschaft
Management RFR Management GmbH WestendGate
Nachhaltigkeit Westbridge Advisory GmbH und alstria Office REIT AG alstria CO2-Fußabdruck
Projektentwicklung Bestand Catella Group mit Bauwert AG und Industria Wohnen Living Circle, Düsseldorf
Projektentwicklung Neubau Gundlach Bau und Immobilien GmbH & Co. KG Projekt Vier, Hannover
PropTech des Jahres KIWI.KI GmbH KIWI
Social Responsibility Initiative Corporate Governance der deutschen Immobilienwirtschaft e.V. CSR-Initiative
Vermittlung & Beratung EY Real Estate GmbH Projekt Hera
Stadtentwicklung OPG Offenbacher Projektgesellschaft mbH Hafen Offenbach
Student/in des Jahres Philipp Rabsahl Hochschule Biberach
Kopf des Jahres Dr. Louis Hagen Münchener Hypothekenbank
Lifetime Jan Bettink Berlin Hyp
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Die nominierten und ausgezeichneten Projekte finden Sie zum Download auch in unserer Preisträgerbroschüre , die wir Ihnen auf Wunsch auch gerne in der Printversion zusenden .

Premiere mit dem „PropTech des Jahres“
Weiteres Highlight war eine waschechte Premiere: Zum ersten Mal gab es einen immobilienmanagerAward für das „PropTech des Jahres“. In der neu geschaffenen Kategorie setzte sich unter großem Jubel die Kiwi.ki Gmbh durch. Mit ihrem digitalen Zugangssystem sei ihnen tatsächlich eine weitreichende Optimierung bestehender Prozesse in der Immobilienwirtschaft gelungen. Das System sei skalierbar und in alle Gebäudestrukturen und -arten auf der ganzen Welt einsetzbar. Besonders beeindruckte die Jury, die große Kunden- und Partnerbasis mit 300 Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Das Start-up sei auf dem besten Weg, den herkömmlichen Schlüssel überflüssig zu machen.

Den Abschluss des Galaabends bilden traditionell die persönlichen Auszeichnungen. Den Auftakt machte der „Student des Jahres“. Nach zuletzt zwei Preisträgerinnen konnte Philipp Rabsahl von der Hochschule Biberach in diesem Jahr die weibliche Vorherrschaft durchbrechen. Mit seinen hervorragenden Studienleistungen und seinem großen studentischen Engagement verdiente er sich den immobilienmanagerAward. Eine Auszeichnung, die auch die Patrizia Immobilien AG freuen dürfte, bei der er seit dem Abschluss seines Masterstudiums im vergangenen September als Management Trainee seine ersten Karriereschritte geht.

Die Königsdisziplinen fest in Banker-Hand
Die Auszeichnung als Kopf des Jahres ging an Dr. Louis Hagen von der Münchener Hypothekenbank. Er konnte aus den Händen von Gero Bergmann die Auszeichnung entgegen nehmen. Bergmann lobte in seiner Laudatio die ruhige und pragmatische Art des Preisträgers, mit der er maßgeblich zum Erfolg der Münchener Hypothekenbank im Jahr 2016 beigetragen habe. Zudem habe er als Präsident des Vdp den Pfandbrief wesentlich gestärkt. Dr. Louis Hagen habe sich nie mit dem Beklagen der Ist-Situation in der Gemengelage schwieriger Markt und noch schwierigere Regulatoren aufgehalten, sondern sich gleich an deren Bewältigung gemacht. Das brachte ihm an diesem Abend in Köln die Auszeichnung als Kopf des Jahres der deutschen Immobilienwirtschaft ein.

Und so endeten die Preisverleihungen schließlich beim bereits eingangs erwähnten lang anhaltenden Applaus für Jan Bettink. In der Branche galt und gilt er als kritischer, reflektierender Geist, der ihr bisweilen den Spiegel vorhält. Ein Mann des klaren Wortes, mit fundierter und ehrlicher Meinung. Die BerlinHyp hat er als Sprecher des Vorstands aus der Krise geführt und aus ihr eine etablierte Hypothekenbank gemacht. Sein Engagement für Corporate Social Responsibility war ihm stets ein persönliches Anliegen. Eines, das vor zwei Jahren an gleicher Stelle übrigens mit einem immobilienmanagerAward für das Kinderhaus Berlin-Brandenburg ausgezeichnet wurde. Bettink weiß also bereits, wie es sich anfühlt, den Preis in Händen zu halten.

Nachdem Laudator Ullrich Höller, GEG, die letzte Trophäe des Abends überreicht hatte und die letzten Fotos auf der Bühne im Dock.One im Kasten waren, gingen Preisträger, Nominierte und die Gäste zum gemütlichen Teil über: der After-Show-Party, die noch die ein oder andere preisverdächtige Tanz-Performance aufs Parkett zauberte.

Autor: Markus Gerharz .

02.03.2017